Command & Conquer - Der Tiberiumkonflikt

Genre: Strategiespiel
Hersteller: Westwood Studios
Vertrieb: Avalon
Auf dem Markt seit: Herbst 1995
USK: 16 Jahre
Spieler: 1-4
Sprachausgabe: Deutsch
System: PC, PlayStation, Sega

 


Inhalt:
Wie der Vorgänger Dune 2 ist C&C ein Strategiehammer. Der Spieler steuert seine Einheiten auf einer Landkarte in isometrischer 3D-Sicht durch die Gegend und wird ständig in Echtzeit-Kämpfe verwickelt. Die Grafik ist überwältigend detailliert, die Soundtracks kommen direkt von der CD. Zwischensequenzen allerfeinster Qualität sorgen stets für neue Motivation. Klasse!
Produktqualität: 90%
(MCV 8/1995)

PC Games: "Der Strategiehammer des Jahres. Command & Conquer setzt rein atmosphärisch neue Maßstäbe." Oliver Menne
PC Spiel: "Ein Spiel, auf das sich Strategen mit Wonne stürzen werden. Die Entwickler der amerikanischen Westwood Studios haben einmal mehr die Nase vorn."
Power Play: "Die bislang beeindruckendste Echtzeitsimulation."
Command & Conquer stammt von Westwood Studios, dem Team, das preisgekrönte Titel wie Dune 2: The Battle for Arrakis, Lands of Lore oder die Legend of Kyrandia-Reihe geschrieben hat.
Eine breite Palette an Missionen mit unterschiedlichen Aufgaben und oft auch mit mehrfachen Zielen.
Das Schlachtgetümmel wird durch über 60 Minuten gerenderter Animation grafisch untermalt, wie beispielsweise Nachrichtensendungen, Werbung, Einsatzbesprechung und kinoähnliche Filmsequenzen.
Riesige, ausführliche und liebevoll detaillierte Darstellung der gesamten Technik, wie XO-Kampfanzüge, Tarnkappenflugzeuge, der Senkrechtstarter Orca, Raptor-Angriffsräder, der Flammenwerferpanzer "Teufelszunge", Luftkissen-Landungsfahrzeuge oder der schwere Kampfpanzer Mammut.
Extra langes Spielvergnügen! Die Möglichkeit, die Seiten zu wechseln, eröffnet völlig neue Perspektiven für eine schon einmal gewonnene Schlacht.
Durch den Modem-Spielmodus wird dieses Spiel um die Weltherrschaft eine globale Angelegenheit.
Der herrliche Soundtrack enthält digitale Sprachausgabe und Musikstücke in unterschiedlichen Stilrichtungen wie Cyberpunk, Rap, Hip-Hop oder House.
So groß und gewaltig, daß es zwei CD`s füllt.
"Unser Bestreben gilt dem Aufregenden, dem Spannenden, dem Unerwarteten... Wir konzentrieren uns immer mehr auf die emotionale, fühlbare Erfahrung als auf abstrakte Erlbenisse." Ted Morris, Executive Producer bei Westwood Studios.
(Anzeige MCV 6/1995)

Vor zwei Jahren tätowierten sich die Westwood Studios mit dem Echtzeit-Feuerwerk Dune 2 fest in das Gedächtnis der passionierten Strategiespieler ein. Kein Wunder also, daß nicht nur die PCE-Redaktion seit Monaten der Veröffentlichung des Bachfolgers entgegenfiebert. Nun ist es endlich sowiet: Wir haben Command & Conquer einem unerbittlichem Dauer-Test unterzogen.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Unheil liegt so nah: Anstatt ein abgedrehtes Zukunfts-Szenario mit Weltraum-Gefechten, spacigen Völkchen und lebensfeindlichen Planeten zu erschaffen, versetzt uns Westwood in Command & Conquer in die Zeit kurz vor der Jahrtausendwende. Alle Energieprobleme scheinen mit einem Schlag gelöst zu sein, als das nigelnagelneue Element Tiberium entdeckt wird. Die Sache hat für die zunächst sehr euphorischen Industrie-Nationen nur einen klitzekleinen Haken: Das seltsame Mineral kommt fast ausschließlich in den Ländern der Dritten Welt und in Osteuropa vor - ein Faktum, das das Wirtschaftsgefüge auf dem Globus gewaltig ins Wanken bringt. In das Wettrennen um den kostbaren Rohstoff greifen auch zwei zu allem entschlossene Gruppierungen ein. In den erstarkenden Demokratien des östlichen Europas tummelt sich die Global Defense Initiative (die "Guten"), in Afrika mischt hingegen die Brotherhood of Nod (die "Bösen") die Bevölkerung auf. Letztere verfolgt im Gegensatz zur GDI keine friedlichen Absichten, sondern ausschließlich eigennützige Interessen. Dazu ist den Burschen jedes Mittel recht - für ein Gemetzel in idyllischen Dörfchen kassieren ihre Cyborg-Truppen gar ein üppiges Lob.
Sie starten als Oberbefehlshaber einer der beiden Parteien. Ihr Ziel besteht meist darin, die gegnerischen Truppen zu vernichten und deren Stellungen dem Erdboden gleichzumachen - sofern es nicht gelingt, couragierte Ingenieure in einem Spießrutenlauf über das Gelände zu schleusen und damit einzelne Bauewerke zu besetzen, die sofort in ihren Besitz übergehen.
Leben und sterben lassen
Command & Conquer ist ein Strategiespiel, das dem Vorgänger Dune 2 immer noch vedächtig ähnlich sieht. Durch den Look der Armee-Einheiten und der Landschaft fühlt aber auch an Canon Fodder 2, Warcraft oder das überragende Jagged Alliance erinnert. Das Gelände wird aus der Vogelperspektive dargestellt und darf wie üblich in allen Himmelsrichtungen gescrollt werden. Solange sie einen Bezirk erforscht haben, ist er wie in Colonization abgedunkelt - Sie wissen daher nicht, in welcher Ecke der riesigen Karte er seine Truppen stationiert hat. Je nach Einsatzgebiet besteht die Landschaft aus Wiesen, Wäldern, Hügeln, Wüste oder Flüssen; hin und wieder greifen Sie in D-Day-Manier auch von der Küst aus an.
Ihr Heer ist abhängig von der Mission sehr unterschiedlich bestückt: Mal besitzen Sie lediglich einen einsamen, dafür aber gut ausgerüsteten Universal-Rambo, der z.B. den feindlichen Hubschrauber-Landeplatz in die Luft sprengen soll, ein andermal rücken Sie mit riesigen Beständen an Artillerie an. Bazooka- und granatenbestückte Soldaten, Flammenwerfer, Panzer, Luftkissenboote und Raketenwerfer bahnen sich ihren Weg durch die feindlichen Linien, indem Sie ein Objekt und das Ziel vorgeben. Handelt es sich dabei um freies Feld, wird sich der Krieger bzw. das Fahrzeug auf direktem Wege dorthin bewegen. Sobald Sie einen Kontrahenten oder ein Bauwerk der anderen Partei anwählen, signalisieren Sie damit "Töten" bzw. "Vernichten". Gesteuert wird ausschließlich mit der Maus, wobei man nun mehrere Einheiten markieren und kollektiv befehligen kann. Die individuelle und somit recht umständliche Befehlsvergabe aus Dune 2 gehört der Vergangenheit an.
Da das Spiel in Echtzeit abläuft, dürfen Sie Ihre Jungs niemals aus den Augen lassen - vergessen Sie die Beschaulichkeit, wie man sie gemeinhin bei einem traditionellen Strategiespiel vorfindet. Achten sollte man vor allem auf die Erntemaschinen: Um das nötige Kapital zur Konstruktion oder Reparatur von Vehikeln oder Bauten zu erwirtschaften, müssen Sie mit diesen wuchtigen Maschinen die vorhandenen Bestände an Tiberium im Tagebau einsammeln und zu den Raffinerien bringen. Das knappe Angebot wird sie fürher oder später dazu zwingen, auch in weiter entfernte Regionen vorzudringen und im Revier des Gegners zu wildern - der Konflikt ist vorprogrammiert. Zur Verteidigung bzw. für den Angriff können Sie dank Tiberium-Entgelt die verschiedensten Einheiten produzieren lassen, deren Entstehung allerdings eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
Augen- und Ohrenweide
Für jede absolvierte Mission wird der Spieler mit einem atemberaubenden "Cinematic" (=animierte Sequenz) belohnt, die ebenso wie das Gelände und die Truppen-Einheiten mit 3D-Studio, dem derzeitigen Lieblingsspielzeug der Spiele-Entwickler, kreiirt wurden. Auch hier beweisen die Westwood-Grafiker, daß sie ihr Handwerk verstehen: Aufwnedige Kameraschwenks, Zooms, Überblendungen, sensationelle Perspektiven und realistische Effekte lassen die Kinnlade des öfteren nach unten klappen. Briefings werden zudem von den derzeit hochwertigsten bildschirmfüllenden Video-Einspielungen aufgewertet, in denen sogar einige Mitglieder der Westwood-Mannschaft auftauchen. Kein Zweifel: Was Command & Conquer dem Betrachter an optischen Goodies bietet, gab es in dieser Qualität und Quantität (insgesamt enthält die CD-ROM über 60 Minuten an Animationen) noch in keinem anderen PC-Spiel zu sehen. Wer sich soviel Mühe mit der Grafik gibt, vernachlässig meist auch den Sound nicht. Während der Missionen kommen die 18 Audio-Tracks zum Einsatz, die mit einer enormen Bandbreite an Stilrichtungen glänzen und perfekt zur martialischen Ausrichtung passen. Dazwischen wechseln sich kernige Effekte (MG-Geknatter, Esplosionen) und Sprachausgabe ("Yes Sir!", "Your base is under attack!") ab.
Ohne Fehl und Tadel
Nobody is perfect - auch Command & Conquer nicht. Trotz des phänomenalen Staunfaktors, den diese Grafikorgie auszeichnet, bleibt doch festzuhalten, daß es gegenüber Dune 2 kaum Neuerungen im Spieldesign gibt. Im Grunde haben wir es mit denselben Einheiten und Gebäuden wie im Vorgänger zu tun, und auch das Handling ist abgesehen von einigen Automatisierungen gleich geblieben. Zudem entlarvten unsere Strategie-Experten gewisse Unregelmäßigkeiten im Level-Aufbau, da man bereits zu Beginn mit sehr schwierigen Missionen betraut wird, während es zwischendurch auch einige Fünf-Minuten-Einsätze zu absolvieren gilt - von einem "allmählich ansteigenden Schwierigkeitsgrad" kann jedenfalls keine Rede sein. Desweiteren wird zwar beeindruckende Render-Kost der gehobenen Art geboten; dennoch hätte Westwood mit SVGA-Grafik vorpreschen und einen neuen Standard im Strategie-Bereich setzen können.
Nichtsdestotrotz messen wir Command & Conquer einen ähnlichen Stellenwert zu wie Wing Commander 3, das seine Faszination ja auch größtenteils der phantastischen Aufmachung zu verdanken hat, ohne inhaltlich neue Akzente zu setzen. Im Klartext: Das langersehnte Westwood-Strategie-Epos ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Spiele des Jahres. Der bedenkenlose Kauf lohnt sich vor allem für Fans von Echtzeit-Knüllern à la Dune 2 - nicht zuletzt deshalb, weil das komplette Spiel für den deutschen Markt übersetzt und eigens synchronisiert wird. Eine weitere Steigerung des Spielspaßes ist nur noch durch den angekündigten Multiplayer-Modus (Modem-Option für zwei Spieler, bis zu vier Feldherren im Netzwerk) denkbar.
Info:
- Die Bauwerke
o Kommando-Zentrum: Erweitert das Radar und somit die Größe der Übersichtskarte;
o Raffinerie: Wandelt das Geerntete Tiberium in Kapital um;
o Silo: Dient zu Speicherung des Tiberiums bis zur Verarbeitung;
o Landebahn: Ermöglicht den Flugzeugen die Landung in der Basis;
o Waffenfabrik: Stellt die dringend benötigten Panzer und andere Fahrzeuge her;
o Kaserne: "Produziert" Ingenieure, Soldaten und anderes Kanonenfutter;
o Sandsäcke/Mauer: Eignet sich vornehmlich zur Befestigung der Bauwerke;
o Kraftwerk: Stellt die benötigte Energie für den Unterhalt der Anlagen zur Verfügung.
- Dune 2
o  ist der direkte Vorgänger von Command & Conquer
o wird im Frühjahr 1993 veröffentlicht
o trägt den Untertitel "Battle for Arrakis"
o läuft in adrenalinfördernder Echtzeit ab
o basiert auf dem Bestseller "Der Wüstenplanet" des SF-Autors Frank Herbert
o ist im Gegensatz zu Dune 1 (ein mißglücktes Adventure von Cryo) ein Strategiespiel
o kassierte von unserer Schwester-Zeitschrift PC Games eine Spielspaß-Wertung von satten 87%
o wurde vom gleichen Team entwickelt wie Command & Conquer
- Die Westwood-Studios
o Ebenso wie LucasArts oder Bullfrog zählt das in Las Vegas beheimatete Label zum exklusiven Club von Spiele-Herstellern, die sich zwar für die Entwicklung neuer Spiele sehr viel Zeit lassen und nur wenige Titel pro Jahr auf den Markt bringen, sich andererseits aber bislang noch keinen Flop erlaubt haben. Das Unternehmen wurde im Jahre 1985 von Brett Sperry und Louis Castle gegründet und begab sich 1991 unter das Dach der Entertainment-Profis von Virgin.
(PCE World of Entertainment 7/1995 - pm)

Westwoods neuestes Epos beschert Strategie-Freaks ein Zeitalter der Kriege. Doch anders als beim US-Original gibt es in der deutschen Version keine Menschenopfer: Hier lassen die Gegner ihre Cyborgs aufeinander los.
Im Blickpunkt des futuristischen, aber trotzdem sehr realitätsbezogenen Strategiespiels Command & Conquer stehen die handgreiflichen Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Parteien. Sie kämpfen um einen Rohstoff, der die Lösung aller Energieprobleme verspricht: Tiberium.
Der Hintergrundstory zufolge wird dieser Stoff gegen Ende des 20. Jahrhunderts entdeckt, und schnell finden Wissenschaftler heraus, daß das Material sich ausgezeichnet zur Energiegewinnung eignet, dazu sehr effizient ist und so gut wie keine Schadstoffe produziert.
Der Machtfaktor der Zukunft: Energie
Im Jahr 2010 sind von den vielen großen und kleinen Armeen und Söldnerheeren der einzelnen Länder nur noch zwei übriggeblieben, die sich nun unbarmherzig bekriegen. Auf der einen Seite die "Bruderschaft der Nod", eine ausgesprochen ungemütliche Truppe unter dem Zeichen des Skorpions, deren erklärtes Ziel es ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen, und auf der anderen die unter dem Adler agierenden "GDI", in der alle verbleibenden Kräfte der ehemaligen freien Welt gebündelt wurden.
Ihre Aufgabe: Die Cyborg-Truppen des gewählten Machtblocks zum Sieg zu führen. Dies geschieht in 30 mehr oder minder schweren Missionen, wobei sich die 15 Aufträge für den Nod deutlich von den 15 unterscheiden, die Sie für die GDI absolvieren sollen. Auch die Einsätze selbst laufen nicht immer nach dem gleichen Muster ab: Es gibt jeweils neue Ziele, und dafür müssen Sie immer neue Strategien entwickeln. Nur zwei Dinge bereiten Ihnen dabei immer die gleichen Probleme: die sehr intelligent agierenden Cyborg-Truppen des Gegners und permanenter Geldmangel.
Der Commander spricht
Am Anfang eines jeden Einsatzes steht ein Mission-Briefing, in dem der Spieler in filmartiger Form Ziel und Besonderheiten der bevorstehenden Aktion per Sprachausgabe erläutert bekommt.
Die eigentlichen Einsätze laufen dann in einem in der Draufsicht dargestellten Szenario ab, in dem jeweils nur der Bereich einsehbar ist, der auch tatsächlich schon von den eigenen Einheiten besucht wurde. Gebiete, in die sich noch keiner Ihrer Männer vorgewagt hat, bleiben im Dunkel verborgen.
Je nach Einsatz befinden sich zu Missionsbeginn die eigenen Truppen schon am Ort des Geschehens oder werden erst per Helikopter oder Truppentransporter in schön gerenderten Szenen dorthin bewegt. Die Kontrolle über Fahrzeuge und soldaten übernimmt der Spieler mit Hilfe der Maus und einer Reihe leicht zu identifizierender Icons. Die Einheiten können Sie nicht nur einzeln steuern, sondern auch in Gruppen zusammenfassen und dann einen einmal gegebenen Befehl gemeinsam ausführen.
Die Zusammensetzung der Truppen ist für jede Mission vorgegeben und auf den jeweiligen Auftrag abgestimmt. Je nach Art des Einsatzes stehen schwere Panzer, Schützenpanzer, Truppentransporter und/oder schnelle Aufklärungsfahrzeuge zur Verfügung. Beim Fußvolk warteten Infanteristen, Ingenieure, Panzerfaustträger und mit Handgranaten bewaffnete Sprengmeister auf Ihre Befehle. Mitunter haben Sie jedoch während eines laufenden Einsatzes die Möglichkeit, neue Truppen zu beschaffen.
Die Fabrik der Zukunft: faltbar
Mobile Fabriken nehmen im Rahmen der technischen Ausrüstung einen besonderen Stellenwert ein. Sie sehen zunächst wie riesige Panzer aus, die sich schwerfällig durch die Gegend bewegen. An entsprechenden Stellen kann der Spieler die mobile Fabrik jedoch aktivieren, worauf sich das ganze Gefährt auseinanderfaltet und sich bis auf weiteres fest installiert.
Mit dieser Produktionsanlage können Sie nun neue Einrichtungen wie Kaseren, Geheimdienstzentralen, Reparaturanlagen sowie Tiberium-Raffinerien und Lagerhäuser bauen. Jede dieser Installationen hat nun ihrerseits wieder einen besonderen Zweck und kann entweder neue Soldaten ausbilden, neue Fahrzeuge produzieren oder dient als Lager.
Um die Fabrik und alle anderen Installationen in Betrieb zu halten, benötigen Sie Geld, an das Sie durch den Verkauf von Tiberium herankommen. Das oberirdisch vorkommende Mineral taucht zumeist in ausgedehnten Feldern auf, die mit entsprechenden Erntefahrzeugen abgebaut werden können. Ist der Tiberium-Sammler voll, kehrt er zum Standort der Raffinerie zurück und entlädt dort seine wertvolle Fracht. So gewonnenes Tiberium wird sofort als Credits auf dem Konto des Spielers gutgeschrieben und steht unmittelbar für weitere Investitionen zur Verfügung. So gehört auch das Lokalisieren von Tiberium-Feldern zu den wichtigsten Aufgaben in den Missionen.
Strategieprofis am Werk
Strategie ist für die Spieldesigner und Programmierer von Westwood kein Neuland mehr, immerhin hat man dort mit Dune II - The Battle for Arrakis bereits ein sehr erfolgreiches Game des Genres geschaffen. Bis zu einem gewissen Grad diente dieses Spiel auch als Grundlage für Command & Conquer. Als Ergebnis ist dabei nicht etwa eine leicht aufgepeppte Version von Dune herausgekommen, sondern eine technisch und grafisch um Lichtjahre entfernte Weiterentwicklung.
Am augenfälligsten sind diese Veränderungen bei der Optik, die neben opulenten und detaillierten Grafiken im Spiel selbst nun auch jede Menge gerenderter Zwischensequenzen bietet. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, daß die Jungs bei Westwood wissen, wie sich aus 3D Studio etwas Feines herauskitzeln läßt. Was nicht mit einem 3D-Programm erstellt werden konnte, wurde mit Schauspielern im Blue-Screen-Verfahren aufgezeichnet und dann in die gerenderten Szenen einkopiert.
Zweites hervorstechendes Merkmal ist die Spielbarkeit. Von Mission zu Mission wird das Games spannender und die Einsätze haariger. Da jeder Einsatz anders aufgebaut ist, sieht sich der Spieler jedesmal einer neuen Aufgabe gegenüber, die von ihm verlangt, neue Lösungskonzepte zu entwickeln. Dabei wird geschickt mit der Zusammensetzung der Truppe gespielt, so daß es notwendig wird, aus den gegebenen Mitteln taktisch wirklich das Beste zu machen. Last but not least wird das Game durch Musik und Soundeffekte abgerundet, die ebenfalls vom Feinsten sind und Spannung und Atmosphäre des Spiels durchgängig gekonnt unterstreichen.
Die vielen innovativen Ideen und die technisch exzellente Ausführung machen Command & Conquer zu einem echten Spiele-Highlight, das dank seiner abwechslungsreichen Missionen auch längerfristig Spaß macht. Vor allem der gut ausbalancierte Schwierigkeitsgrad läßt das Spiel auch für Strategieeinsteiger zum echten Tip werden.
DOS-Spiel des Monats.
(DOS 10/1995)

Das Spiel läßt sich von Windows 3.1 und Windows 95 aus starten. Schneller läuft es allerdings im reinen DOS-Modus. Den Entwicklern muß man ein großes Kompliment aussprechen, denn im Test lief das Programm unter allen drei Betriebssystemen problemlos und auch unter den grafischen Oberflächen recht flott.
Gegenüber dem äußerst erfolgreichem Dune II hat sich am prinzipiellen Spielaufbau nichts geändert: In einem Landschaftsabschnitt gilt es, den militärischen Gegenspieler aufzuspüren und ihm Paroli zu bieten. Eigene Stützpunkte mit Produktionsstätten und eine Ernte von Tiberium-Kraftstoff bilden die Infrastruktur für die Materialschlachten. Übrigens werden hier nur Roboter in den Kampfgeschickt.
Unterschied zu Dune: Es gibt nur zwei Gegenspieler, GDI und NOD. Für beiden Seiten stehen rund 15 Level parat - plus die Level für den Mehrspeiler-Modus. Diese Vereinfachung gegenüber Dune hat der Hersteller Westwood ausgeglichen, indem die Level selber wesentlich anspruchsvoller und vor allem abwechslungsreicher gestaltet wurden. Es müssen Gefangene befreit, Überläufer zur Strecke gebracht oder gestohlene Geheimnisse wiederbeschafft werden.
Besonders witzig: Auf der GDI-Seite zieht man auch mal mit einem einsamen Veteranen in sdie Schlacht. Wie Rambo hat der zielsichere Recke knifflige Kommandoeinsätze zu überstehen. Seine Randbemerkungen im berlinerischen Dialekt würzen die äußerst nervenaufreibende Sprachausgabe, die ansonsten, außer "geht klar,Sir", wenig zu bieten hat.
Bei den meisten Leveln kommt es sehr auf das Timing an. Mancher Level muß mehrmals durchgespielt werden, bevor die Lösung dem Strategen klar wird. Hier war Dune II einfach besser.
Dem leichten Durchspielen steht obendrein de hakelige Maussteuerung entgegen. Im Test gab es manchmal einige unerklärliche und ungewolte Sprünge des Mauscursors. Außerdem ließen sich die vielen Einheiten nur dann sinnvoll manövrieren, wenn man sie zu Gruppen zusammenfaßte. Das geht nur über [Shift] und Mausklick. Doch dabei gehen die Markierungen oft nach fünf Soldaten einfach verloren. Dies ärgert den Spieler nicht nur, sondern führte bei verschiedenen Testern oft zu strategischen Fehlern: Es griff nur eine Einheit ein, wo eigentlich deren sieben nötig waren.
Insgesamt handelt es sich um ein gelungenes Strategiespiel und einen würdigen Nachfolger von Dune II. Allerdings trüben die unpräzise Steuerung und das mehrmalige Wiederholen von kniffligen Leveln die Spielfreude und Motivation. So läßt sich Command & Conquer nur den hartgesottenen Genre-Fans empfehlen.
(PC-Direkt 1/1996)

Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt
Der erste Teil der erfolgreichsten Echtzeit-Strategie-Reihe jetzt in SVGA für Windows 95
Darauf haben die Fans der Echtzeit-Strategie-Referenz schon lange gewartet - nun ist es endlich soweit: Virgin Interactive präsentiert Westwoods "Command & Conquer: DEr Tiberiumkonflikt" jetzt für Windows 95 in voller SVGA-Auflösung mit 640x480 Bildpunkten.
Im Herbst 1995 erschien der erste Teil von "Command & Conquer" für PC-CD-ROM in der Grafikauflösung VGA mit 320x200 Bildpunkten. Dies war nur der Anfang einer langen Erfolgsserie. Ein Jahr später folgten dann die Versionen für die Videospielkonsolen Sony PlayStation und Sega Saturn, die sich noch heute unter den Top 3 der jeweiligen Chartlisten befinden. Direkt nach der Veröffentlichung der Fortsetzung, dem absoluten Nummer-Eins-Titel "Command & Conquer 2: Alarmstufe Rot" erscheint nun "Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt" in einer ganz neuen Auflösung. Für alles Fans bedeutet dies "vierfacher Überblick" bei der Bewältigung der Missionen.
Ganz wichtig: Die Level der im Frühjahr`96 erschienenen "Mission-CD: Der Ausnahmezustand" spielen sich in Verbindung mit der SVGA-Version selbstverständlich auch in der hohen Auflösung von 640X480 Bildpunkten. Im Mehrspieler-Modus dürfen bis zu vier Spieler per Netzwerk gegeneinander antreten, via Internet oder Modem können maximal zwei Feldherren ihre Truppen ins Gefecht schicken.
Ein weitere Feature, neben dem überarbeiteten Iconmenü, ist das spezielle "Command & Conquer-Theme-Pack". Dieses läßt sich in Kombination mit Windows 95 Plus! aktivieren. Nun haben alle "Command & Conquer"-Fans die Möglichkeit, ihre PC-Oberfläche komplett im "Command & Conquer-Look" zu gestelten.
(Information Virgin April 1997)

Command & Conquer, dieser Titel sollte mittlerweile jedem spieleinhteressierten PC-User ein Begriff sein. Wollten sie schon immer einmal Ihre Qualitäten als Feldherr unter Beweis stellen? Bei diesem Spiel haben Sie die Gelegenheit dazu. In den verschiedensten Szenarien treten Sie gegen einen intelligent agierenden Computergegner an. Befehligen sie spezialisierte Einheiten, die mit den modernsten Waffensystemen ausgerüstet sind. In den explosiven Auseinandersetzungen geht es nicht nur um Ruhm und hre, sondern auch um den geheimnisvollen Rohstoff Tiberium. Wer im Besitz der größten Tiberiumvorkommen ist, rückt der Weltherrschaft schon ein ganzes Stück näher. Möchten Sie zu den "Guten" oder den "Bösen" gehören? Sie haben die Wahl...
Die Globale Defensiv-Initiative (GDI)
Durch fairen Handel mit Tiberium möchte diese friedliebende Allianz Sicherheit für alle Länder dieser Erde garantieren.
Die Bruderschaft von NOD
Eine Gruppe skrupelloser Terroristen, deren Ziel es ist, sämtliche Tiberiumvorkommen auf globaler Ebene zu kontrollieren.
Einige Besonderheiten auf einen Blick:

  • künstliche Intelligenz auf dem neuesten Stand der Technik
  • über 60 Minuten gerenderte Animationen und Zwischensequenzen
  • Zweispieler-Modus via Modem oder serieller Schnittstelle. Bis zu vier Spieler können in einem lokalen Netzwerk gegeneinander antreten (vorausgesetzt, jeder Teilnehmer verfügt über eine eigene Version)
  • extra lang anhaltendes Spielvergnügen: Die Möglichkeit, die Seiten zu wechseln, eröffnet völlig neue Gameplay-Perspektiven
  • komplett in deutscher Sprache mit über 500 Zeilen digitalisierter Sprachausgabe

Pressestimmen:
"Ein unheimlich motivierendes Spiel, das dank des grandiosen Mehrspiler-Modus lange spannende bleibt (...) Ein besseres Programm hat das Genre momentan nicht zu bieten. Wertung 91 %, PC Player
"Westwood Studios ist es gelungen, die Spannung eines Actionspieles und die intellektuelle Herausforderung eines Strategiespiels unter einen Hut zu bringen." Wertung: 90 %, PC Games
Command & Conquer ist das Spiel des Jahres 1996 in Magazinen wie z.B. PC Action, PC Player und Powerplay.
(Information Virgin, Dezember 1997 zur Veröffentlichung des Bundles mit Civilization II)


Systemanforderungen:
486DX/2-50 (empf. Pentium),
VGA,
4 MB RAM (empf. 16 MB RAM),
Double-Speed-CD-ROM-Laufwerk,

Soundkarte, DOS 6.x.


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