Jagged Alliance - Kampf um Metavira
Originaltitel: Genre: Rollenspiel/Strategie Hersteller: SirTech/medlab Vertrieb: Softgold Preis: 120 Mark Auf dem Markt seit: Januar 1995 USK: 16 Jahre Spieler: 1 Sprachausgabe: Deutsch System: PC
Inhalt:
Jagged Alliance ist ein Hardcore-Strategical im Stile von U .F.O. oder X-Com. Mit Söldnern gilt es eine Insel von Schergen eines Diktators zu befreien, um die Welt mit einem Baumsaft zu versorgen, aus dem lebensnotwendige Medizin hergestellt wird. Dichtes Gameplay, detaillierte und hervorragend animierte 3D-Grafik, stimmiger Sound. Ein Klasse-Spiel.
Produktqualität: 89%
(MCV 6/1995)Sonnenaufgang ... der Hubschrauber setzt auf. Palmblätter bewegen sich im Wind und Wolken aufgewirbelten Staubes wehen in die Gesichter derer, die voller Hoffnung auf Ihre Ankunft gewartet haben.
Kurze Zeit später stehen Sie im Lager Ihren Auftraggebern gegenüber. Eine schnelle Begrüßung ist alles, was Ihnen zuteil wird, bevor Sie in Ihr Quartier gebracht werden, um dort die Vorbereitungen für die nächsten Tage zu treffen.
Dies ist also Ihre erste Bekanntschaft mit der Insel Metavira, ihren Bewohnern, Ihren Gegnern und den Mitgliedern der I.V.S.
Jack und Brenda Richards - zwei Wissenschaftler, die das lebensrettende Geheimnis der Fallow-Bäume entdeckten - sind dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Doch ihr ehemaliger Mitarbeiter und jetziger Gegenspieler Santino, der beinahe die gesamte Insel beherrscht und dessen Gier ihm mehr bedeutet als jedes Menschenleben, wird Ihren Bemühungen gewiß nicht tatenlos zusehen...
Die Lage ist kritisch - wird es Ihnen gelingen, die Insel zu befreien? Jagged Alliance ist der Beginn einer neuen Serie, die zugleich eine neue Art von Strategie-Rollenspielen darstellt - eine Mischung aus heutiger und zukünftiger Technologie, taktischen Manövern, strategischer Planung und nicht zuletzt einer nervenaufreibenden Story, die ihre taktischen und rollenspielerischen Fähigkeiten bis an die Grenzen fordern wird.
Features:
- 60 verschiedene Charaktere
- Flüssige Animationen und filmreife Zwischensequenzen
- Digitale Sprachausgabe und atmosphärisch dichter Soundtrack
- Nicht-lienares Gameplay - jedes Spiel ist anders!
- Replay-Option - finden Sie Santinos Schwachstelle!
- Einfache Handhabung - kämpfen Sie gegen Santino... und nicht gegen den Computer!
(Cover)
Sir-Tech verbindet man unweigerlich mit Wizardry, eine der großen Rollen spielserien von ausgesprochener Spitzenqualität. Ihr neuestes Produkt soll eine "strategische Rollenspiel-Simulation" sein, die in Echtzeit abläuft. Eine völlig neue Spielidee aus einer unbekannten Genre-Mischung.
Auf der Insel Metavira führte man noch Mitte des 20. Jahrhunderts Atomtests durch. Heute sind die Lebensumstände nicht viel freundlicher, es herrscht Krieg um eine seltene Pflanzenart. Die Fallow-Bäume stellen mit ihrem giftigen Pflanzensaft den Grundstoff für ein Medikament dar. Leider sind die Bäume steril, so daß jeder einzelne für die Wissenschaft und die Medizin ein Vermögen wert ist. Jack Richards und seine Tochter wurden von ihrem ehemaligen Mitarbeiter Lucas Santino verraten. Der Gauner versucht nun mit seinen Schergen, sich das ganze Eiland einzuverleiben. Da bei benutzt er skrupellose, aber höchst effektive Methoden. Die Richards engagier en einen Söldner, der das Ruder herumreißen soll.
Eine starke Truppe
Mit Hilfe der A.I.M. (Association of International Mercenaries) wird eilig ein bis zu acht Mann starkes Team zusammengestellt. Jeder der 60 wählbaren Söldner verfügt nicht nur über vier Grundwerte und Fertigkeiten, sondern besitzt wirklich einen eigenen Charakter. "Ice" Williams (er ist so cool, wie er selbst immer wieder betont - daher der Name) zum Beispiel sieht es nicht gerne, wenn man Gruppenmitglieder feuert, er wird dann sofort kündigen. Earl "Magic" Walker hingegen arbeitet unter keinen Umständen mit Kaboom, der als Sprengstoffexperte wohl irgendwann aus Versehen sein Gehirn in die Luft jagte. Der Spieler selbst tritt nicht ins Geschehen ein, so viel zu den versprochenen Rollenspielelementen. Jeder Söldner muß jeden Tag bezahlt werden, was große Kosten verursacht. In JA muß überlegt gewirtschaftet werden. Söldner, Wachen und die sogenannten Tappers - Eingeborene, die den Saft der Bäume zapfen - wollen jeden Tag Bares sehen, ansonsten steht man schnell alleine da. Die Bäume stellen neben der meist mageren Beute die einzige Einnahmequelle dar. Am Anfang besitzt man von der in 60 Felder aufgeteilten Insel nur einen bescheidenen Abschnitt, auf dem nicht viele Fallow-Bäume stehen. Jeden Morgen bekommt man eine Bilanz auf den Tisch, aus der die oftmals erschreckende Finanzlage klar wird. Expansion ist also die einzige Möglichkeit und Angriff die beste Verteidigung.
Der Einsatz
Bevor es dazu kommt, müssen die Aufgaben für jeden einzelne n bestimmt werden. Es ist ratsam, einen Verletzten im Camp zu lassen, ebenso benötigen Mechaniker einige Zeit, bis abgenütze Gegenstände repariert sind. Vielleicht möchte man einen preiswerten Söldner mit viel Potential nicht feuern, sondern versucht, seine schlechten Fertigkeiten mit etwas Training aufzubessern. Nach einer schweren Schlacht kann man auch eine richtige Krankenstation mit Arzt einrichten. Außerdem sollte man die Ausrüstung der einzelnen Söldner überprüfen und aufeinander abstimmen. Nachdem die Bürokratie geregelt ist, beordert man die Truppe ins Feld. Jeder Söldner trägt ein Funkgerät, so daß eine Verständigung untereinander und mit der Einsatzleitung (das sind Sie) unproblematisch wird. Sollte jedoch einem Mitglied etwas zustoßen, werden keine Umgebungseindrücke mehr an Sie weitergegeben. Das Schlachtfeld betrachtet man aus der Vogelperspektive. Dichter Pflanzenbewuchs dient als Deckung. Nur kann man aus dieser isometrischen Ansicht teilweise schwer erkennen, ob nun ein Baum in der Schußlinie steht oder nicht. Im Zweifelsfall aktiviert man die Übersichtskarte, die außerdem als Automapping dient. Wird ein Feld betreten, in dem noch Gegner ihr Unwesen treiben, wird die Zeit angehalten und läuft jetzt nicht mehr kontinuierlich, sondern rundenweise ab. Zumindest dem Stil nach ist das altbekannt. Jagged Alliance bleibt aber bisher unerreicht im Punkt Realitätsnähe und bietet einen Schatz an Optionen.
Nicht ist unmöglich
Jede Runde - das heißt alle fünf Sekunden - wird abwechselnd reagiert, es sei denn, die Handlung des aktivierten Söldners wird durch einen lauernden Gegner unterbrochen. Jedes Truppenmitglied kann kaufen, durchs Wasser waten, schwimmen, schleichen, sich hinknien und einen beliebigen, in der Hand gehaltenen Gegenstand benutzen. Es fehlt eigentlich nur noch Tauchen, auf Bäume klettern und Kriechen. Vor allem letzteres wird man in manchen Situationen vermissen. Ein Mausklick läßt den Charakter drehen, so daß er auch Gegner an seiner Seite oder im Rücken entdecken kann. Manche der Söldner verfügen über eine beachtenswerte Beobachtungsgabe: wann immer ein Teammitglied etwas Sonderbares erkennt, markiert es die Stelle mit einem blauen Fähnchen. Aktionen brauche je nach Komplexität sogenannte Action Points. Die Schnelligkeit des Söldners spielt dabei nicht immer eine Rolle. So arbeiteitet, schießt oder sprengt man sich durch ein Feld nach dem anderen. Wird ein Söldner verletzt, sollte man sofort Erste Hilfe leisten, denn eine nicht verbundene Wunde schwächt noch stärker und verursacht weiteren Schaden. Kurze Ruhepausen lassen die Truppe wieder zu Atem kommen, hin und wieder wirkt ein Schluck aus der Feldflasche Wunder.
Arbeitsteilung
Ohne Spezialisierung und Arbeitsteilung geht gar nichts. Eine Gruppe aus acht Allround-Genies wird keine Erfolge erzielen. Ein Sprengstoffexperte sollte schon in jedem Team sein. Desweiteren braucht man immer wieder einen Mechaniker, der mit seiner Dietrichsammlung Türen öffnet. Außerdem sollte zumindest einer im Team über Kenntnisse in Erster Hilfe verfügen. Schließlich ist ein Scharfschütze mit Zielfernrohr in späteren Missionen sehr hilfreich, und auch ein gut getarnter, im Anschleichen erprobter Charakter, der vielleicht noch mit Granaten, einem Messer gut umgehen kann, leistet ausgezeichnete Dienste. Ab dem zweiten bis dritten Tag auf der Insel empfielht es sich, einen Mechaniker ständig im Lager mit Reparaturen einzudecken
Das größte Manko des Spiels liegt in der Grafik. Zwar ist alles klar erkennbar und viele Zwischensequenzen sorgen für für Abwechslung, aber nur in VGA-Auflösung. H ingegen ist die Hintergrundmusik hervorragend, selbst nach Stunden wird sie nicht langweilig. Ähnlich die Sprachausgabe: jeder einzelne Charakter hat eigene Sprüche auf Lager, die er je nach Situation von sich gibt. Die FX sind unterhaltsam un d realitätsnah. Trotz Anleitung braucht man aber eine gute Stunde, bis man mit der Steuerung voll vertraut ist.
Fazit: Auch wenn Jagged Alliance nicht Revolutionäres zeigt und es sich um eine strategische Simulation handelt, bei der von Echtzeit wirklich nur mit viel gutem Willen die Rede sein kann, gleangt man unweigerlich zu dem Schluß, daß Sir-Tech wieder einmal ein Spitzenprodukt auf die Beine gestellt hat. Lang andau ernder Spielspaß ist garantiert, selbst unter der niedrigsten Schwierigkeitsstufe wird das Spiel nicht vor 50 Stunden zu lösen sein.
(PC Entertainment 6/1995 - ag)Das Söldnerleben wurde einfach zu ruhig. Langsam waren Sie reif für die Insel. Da kam der Auftrag gerade recht: Befreien und halten Sie die 60 Quadranten des Eilands Metavira von bzw. gegen die Schergen des machtlüsternen Lucas Santino. Nur hier wächst eine Baumart, aus der lebenswichtige Medikamente für Kinder gewonnen werden. Daraus will Santino kräftig Kapital schlagen. Mit wechselnder Besetzung von bis zu acht Mann durchkämmen Sie die Sektoren, teilen Wach-, Wartungs- und Heilzeiten ein und machen Santinos Söldnern den Garaus. Ist ein Abschnitt gewonnen, stellen Sie Erntearbeiter zum Melken des kostbaren Baumsafts ab und Posten auf. Zu fairen Preisen verkauft, sichert der Rohstoff Ihr Budget und die Arbeit der beiden Forscher, die Sie nach Metavira gebeten haben.
Sie können täglich unter den insgesamt 60 Kämpfern vor Ort wählen, sie als eine oder mehr Gruppen ins Gelände bringen. Viele machen erst mit , wenn Sie Erfolge vorweisen können, andere sind sich mit bestimmten Kollegen nicht grün. Wie im Rollenspiel, müssen möglichst viele Fähigkeiten vertreten sein. Sie brauchen Ärzte, Mechaniker, Sprengstoffexperten und Scharfschützen. Daß die möglichst kräftig, gewandt und intelligent sein sollen, versteht sich von selbst. Doch je besser die Leute, desto teurer und wählerischer sind sie...
Während Ihre Mannschaft sich im fast von oben gezeigten Gelände in Echtzeit bewegt, legen Sie deren Vorgehen im Kampf rundenweise fest. Zahlreiche taktische Feinheiten, Zusatzaufgaben und neue Ausrüstungsgegenstände machen den Einsatz auf Metavira immer spannender. Die vielen Faktoren und Handlung smöglichkeiten bedürfen der Gewöhnung, werden aber in der Anleitung ausführlich erklärt. Zahllose Details wie etwa die russische Sprachausgabe und kyrillische Schrift des Söldners Ivan oder die kecken Kommentare der herben Cynthia machen die Charaktere fast greifbar. Daß etwa der Austausch von Gegenständen nur bei benachtbarten Mitstreitern funktioniert, erhöht den Realismus des Spiels. Kein Wunder, daß die orig inelle, prima vertonte Mischung bald erhöhte Suchtwirkung entfaltet. Wer über die ersten paar Übungsstunden hinaus ist, wird sich mit Leib und Uzi der Suche nach dem Saft verschreiben.
(Electronic Entertainment 7/1995)Eine kleine Insel im Südatlantik ist Schauplatz von Jagged Alliance. Aufgrund der nuklearen Tests, die in früheren Jahren auf diesem Eiland durchgeführt wurden, mutierten einige der dort heimischen Pflanzen, machte sogar zum Vorteil der Menschheit.
Auf der Insel finden Sie einen Baum, aus dessen saft sich ein Serum gegen Kinderlähmung gewinnen läßt. Grund genug, hier eine Forshcungsstation zu er richten. Natürlich kann sich die Unterwelt eine solch potentielle Goldgrube nicht entgehen lassen.
Jetzt kommen Sie ins Spiel und übernehmen für die Familie Richards die Rolle eines "Maklers". Der Auftrag lautet, in mehreren Schritten die Machtstellung des Unterwelt-Bosses Santino über die Insel zu brechen und die Kont rolle über die Serum spendenden Bäume zurückzugewinnen. Sie suchen Ihre Männer aus, erteilen Befehle und bilden die Kämpfer aus. Sobald Sie bis zu acht Söldner dem Einsatzteam zugeteilt haben, wechselt der Bildschirm zum Einsatzort der Truppe.
Sind Ihre Jungs in die gewünschten Quadranten vorgedrungen, müssen sie Zug um Zug Santinos Leute mit den in Söldnerkreisen üblichen Waffen bekämpfen. Als "Lohn" für diese Mühe finden Sie dann so manchen nützlichen Gegenstand, mit dem Sie die Ausrüstung Ihrer Männer verbessern können. Dank eines guten Rezepts und feiner Zutaten wie respektable Grafik, viel Sound und Sprachausgabe kommt bei diesem Strategie-Rollenspiel-Mix ein ansprechendes Spiel heraus, bei dem man über kleine Mängel wie eine nicht sehr benutzerfreundliche "Save-Funktion" gerne hinwegsieht.
(DOS 7/1995 - Antje Hink/hg)Nachdem auf der kleinen fiktiven Insel, mit dem schon sehr medizinisch klingenden Namen Metavira, Atomversuche durchgeführt wurden, mutierten die dort wachsenden Bäume. Angezapft liefern sie jetzt für die Medizin eine kostbare und wichtige Substanz, mit der man viel Geld auf dem freien Markt verdienen kann. Der böse Assistent des dortigen Forschers übernahm dank dieser überzeugenden Argumente kurzerhand die Gewalt über die Insel.
Und nun werden Sie auf den Plan gerufen. Angeheuert von einer schönen Wissenschaftlerin versuchen Sie mit einer Söldnertruppe, die Insel wieder in die Gewalt zu bekommen. Mit einem kleinen Anfangsetat müssen Sie zunächst einmal Soldaten besorgen und ausrüsten. Hierfür stehen Ihnen eine Menge Charaktere zur Verfügung. Da jeder der freien Söldner die unterschiedlichsten individuellen Fähigkeiten besitzt, sollten Sie diese sorgfältig auswählen. Einige sind medizinisch ausgebildet, andere sind Spezialisten im Umgang mit Sprengstoff und Waffen und andere wiederum sind Profis in weiteren wichtigen Bereichen. Auch hat jeder der Söldner seine ganz bestimmte Grundeinstellung, zum Beispiel Draufgänger, Feigling oder Plappermaul. Und selbstverständlich hat auch jeder der Jungs seinen Tagessatz, den Sie natürlich bezahlen müssen.
Alles kostet Geld
Nach der ganzen Vorarbeit mit Auswählen und Ausstatten der Söldner geht es los. Zuerst bewegen Sie sich über eine Navigationskarte durch die verschiedenen Sektoren der Insel. Hier bestimmen Sie, wo Ihre Männer hingeschickt werden sollen, oder Sie bekommen einen direkten Auftrag. Treffen Sie in Ihrem Sektor auf Feinde, wechselt die Sichtweise in einen Aktionsmodus, in dem Sie jeden Söldner frei durch das Terrain bewegen können. Die Gefechte kosten eine Stange Geld.
Finanziert werden Ihre Aktionen durch den kostbaren Saft aus den Bäumen, die die Bauern in den befreiten Sektoren pflanzen. Endziel des Spiels ist es, die ganze Insel zu befreien und den Wissenschaftler zu stellen. Wer zu wenig Bäume pflanzt, kann also nicht gewinnen.
Gelungenes Strategiespiel
Insgesamt gesehen ist Jagged Alliance ein gelungenes Strategie-Spiel mit allen Finessen. Die Möglichkeiten im Spiel sind nahezu unbegrenzt.
Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase in die Spielführung bietet Jagged Alliance beste Voraussetzungen für ein Suchtspiel ähnlich wie U.F.O. oder X-COM.
(Data News 9/1995 - Marco Mucha)
Systemanforderungen:
486/33 MHz,
4 MB RAM (empf. 8 MB),
VGA,
Maus,
Tastatur,
Soundkarte (AdLib, SoundBlaster, Gravis Ultrasound, ProAudio Spectrum, Roland, General Midi),
CD-ROM-Laufwerk,
DOS 6.x
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